„Women in Animation“ ehrt den Beitrag von VP Melissa Cobb zur Diversität

Als Melissa Cobb, Vizepräsidentin für Original Animation bei Netflix, am 24. Oktober anlässlich des Spark Animation Festivals den Diversity Award von „Women in Animation“ entgegennahm, war es nur folgerichtig, dass sie als Begleitung ihre Tochter Lena mitbrachte.

 „Wenn ich über das Vermächtnis nachdenke, das ich an meine Tochter Lena weitergeben möchte, die mich heute begleiten kann, weil sie am College ein paar Tage frei hat, dann ist dies ein sehr guter Einstand“, meinte Cobb bei ihrer Dankesrede.

Der gemeinsam mit der Spark Computer Graphics Society und der WIA ausgelobte Diversity Award zeichnet Persönlichkeiten, Filme und Organisation aus, die sich um Diversität in der Animationsbranche verdient gemacht haben. Cobb wurde für ihr Engagement für weibliche Filmschaffende bei Netflix geehrt.

Die 1993 gegründete WIA hat sich zum Ziel gesetzt, Animationsfachkräfte aus aller Welt zusammenzubringen, um Frauen in Kunst, Wissenschaft und Unternehmertum zu unterstützen und zu stärken.

„Die Mission der WIA ist es, in der Animationsbranche einen Wandel zu bewirken und Organisationen und Künstler zu ehren, die etwas bewegen. Dies ist eine edle Aufgabe, die wir auch bei Netflix Animation sehr ernst nehmen“, ergänzt Cobb.

 


Dass dies keine leeren Worte sind, bewies sie seit ihrem Beitritt im Jahr 2017. Zu den auf Netflix angebotenen Animationsfilmen unter weiblicher Führung gehören beispielsweise My Father’s Dragon unter der Regie von Nora Twomey (Der Brotverdiener), Pashmina von Gurinder Chadha (Kick it like Beckham) und Over the Moon mit den Arbeiten der Szenenbildnerin Céline Desrumaux (Der Kleine Prinz).

Der am 15. November startende Film Klaus ist das Regie-Debüt von Sergio Pablos, dem Co-Autor von Ich – Einfach unverbesserlich. Während der Arbeiten an diesem Film erlebte WIA Vizepräsidentin Jinko Gotoh die Leidenschaft Cobbs als Verfechterin neuer Stimmen aus erster Hand. Gotoh war als Produzentin an Klaus beteiligt, dem ersten animierten Netflix Original in Spielfilmlänge.

Als bekannt gegeben wurde, dass Cobb die WIA-Auszeichnung für das Jahr 2019 erhalten sollte, erinnerte sich Gotoh, dass sie von der Netflix-Geschäftsführung im Vorjahr um Vorschläge für Regisseurinnen gebeten worden war. „Ich übergab damals eine Liste mit drei neuen Filmemacherinnen“, erklärte sie, wobei sie damit Trisha Gum (Lego Movie 2), Clare Knight (Kung Fu Panda) und Wendy Rogers (Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian von Narnia) meint. „Heute sind alle drei bei Netflix. Wie anspornend und cool ist das denn?”

Neben den erstmaligen Filmemachern wie Gum, Knight, Rogers und Pablos unterstützte Cobb auch bereits zahlreiche neue Showrunnerinnen für Animationsserien. Zu den in Kürze erscheinenden Animationstiteln für die ganze Familie zählen City of Ghosts von Elizabeth Ito (Adventure Time – Abenteuerzeit mit Finn und Jake), Centaurworld von Megan Nicole Dong (Drachenzähmen leicht gemacht 2), Raise the Bar von Fernanda Frick (Here’s the Plan) und Mama Ks Team 4 von der sambischen Autorin Malenga Mulendema. Mama Ks Team 4 ist die erste afrikanische Animationsserie von Netflix.


Als Netflix die Serie Anfang des Jahres bestellte, kündigte das Unternehmen gleichzeitig eine Partnerschaft mit den Serienproduzenten Triggerfish Animation Studios in Kapstadt und CAKE in London an, um eine kontinentweite Suche nach weiblichen Autorinnen aus der Region zu starten, die das Kreativteam der Serie ergänzen sollten.

„Cobbs Engagement für Diversität war im letzten Jahr nicht zuletzt durch die Beauftragung der vielen erstmaligen Filmemacher und Showrunner viel größer als bei den meisten anderen Studioleitern“, ergänzt Gotoh.

Netflix Animation unterhält darüber hinaus zahlreiche Rahmenverträge mit weiblichen Kreativen, unter anderem mit Oscar-Gewinnerin Darla Anderson (Coco – Lebendiger als das Leben!) und Chris Nee, der Macherin von Doc McStuffins, Spielzeugärztin.

„Um den Anteil weiblicher Fachkräfte im Animationsbereich zu erhöhen, müssen wir vor allem mehr Schöpferinnen beschäftigen und fördern“, so Cobb in ihrer Rede weiter. „Showrunnerinnen und Regisseurinnen führen automatisch zu mehr Inklusivität im gesamten Produktionsprozess und ebenso zu mehr Diversität beim Storytelling.“

Neben der Pionierarbeit von Cobb und ihrem Team bei Netflix bei der Unterhaltung von Kindern und Familien weltweit sorgen vor allem auch Showrunnerinnen wie Shion Takeuchi (mit der neuen Serie Inside Job) und Regisseurinnen wie Jen Yuh Nelson (zweite Staffel von David Finchers Love, Death & Robots) für Bewegung bei Animationstiteln für Erwachsene.

Tatsächlich kratzt das Animationsteam gerade einmal an der Oberfläche. Im April veranstalteten Netflix und Women in Animation eine Podiumsdiskussion bei Netflix, die weiblichen Animationsschaffenden Einblicke in die kreativen Prozesse bei Serien für den Streamingdienst geben sollte. An der Veranstaltung nahmen auch vier Showrunnerinnen aus dem Animationsbereich teil, unter anderem Dong, Ito, Nee und Takeuchi. Sie sprachen über alles, was an einem typischen Tag bei Netflix passiert, bis hin zu größeren Veränderungen für weibliche Talente in der gesamten Animationsbranche. 

Während sich alle einig waren, dass es noch sehr viel zu tun gibt, ist man dennoch froh über das bereits Erreichte, wie es Ito formulierte.

Auch Cobb klang in ihrer Rede ähnlich optimistisch in Bezug auf die Zukunft: „Es ist für alle Kinder weltweit so wichtig, dass sie sich in den Inhalten der Animationstitel wiederfinden und von ihnen dazu inspiriert werden, an den Geschichten von morgen aktiv mitzuwirken.“

– Kate Stanhope

Kate Stanhope ist ein Mitglied des Kommunikationsteams.

Fotos mit freundlicher Genehmigung von Spark CG und Netflix

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